Bio

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Schon in jungen Jahren war für mich unter allen Instrumenten die Geige am faszinierendsten und so begann ich gleich nach der Einschulung, Unterricht zu nehmen. Bald entdeckte ich meine Liebe zum freien Spiel und begann, mich neben der Klassik auch intensiv mit Jazz zu beschäftigen. Noch während der Schulzeit gab ich Unterricht und spielte in mehreren Formationen. Projekte zb. der Münchner Philharmoniker und der jungen Oper Weikersheim ermöglichten mir schon früh die Arbeit mit internationalen Profis, Erfahrungen die ich später in Orchestern in Deutschland, Polen und Litauen verwenden konnte. Nebenher schloss ich auch Freundschaft mit anderen Instrumenten, aber die Geige (bzw. inzwischen das Quinton, eine fast vergessene Kreuzung aus Violine und Viola) blieb die große Liebe.

Schon immer hatte mich Folk im weitesten Sinne fasziniert und so fand ich schließlich in der traditionellen europäischen Tanzmusik das, wonach ich so lange gesucht hatte: wunderschöne überlieferte Melodien, lebendig arrangiert, und Grooves ohne Ende, die den Tanz bereits in sich tragen. Vor allem die Interaktion mit Tänzern und Mitmusikerinnen ist mir wichtig, ebenso wie die ständig neuen Einflüsse über National-, Zeit- und Stilgrenzen hinweg, die ein immer wieder inspirierendes Spiel ermöglichen. Hier können Tänze aus jahrhundertealten Handschriften mit Eigenkompositionen verschmelzen und im Zusammenspiel etwas Neues, Wertvolles schaffen. Deshalb lege ich auf der Bühne, aber auch bei der Musikvermittlung, besonderen Wert darauf, Musik als ein Ganzes spürbar zu machen, zu dem Alle eingeladen sind.